Dienstag, 17. november 2009 2 17 /11 /2009 16:10

Welternährungsgipfel, ein Anästhetikum für die Völker?

Gestern wurde in Rom der Welternährungsgipfel zelebriert und die einflussreichen Häupter der Erde stellten wie meist bei solchen Veranstaltungen Ihre Humanität und Sorge für die Leidende Menschheit dar. Mit atemberaubender Schnelligkeit verabschiedenten Sie schon am Abend eine Abschlusserklärung mit schönen Worten. Sie demonstrierten damit wie konzentriert und ernsthaft sie mit großer Effizienz die Probleme angehen und sich nicht Tagelang mit unnützen Überlegungen abgeben. Wie schon vor Jahren wurde vom Recht auf Nahrung und von der Halbierung der Zahl der Hungernden in der Welt gesprochen. Auch die Spenden der reicheren Länder flossen und mit Stolz wurde die Summe von 20 Milliarden genannt (für Rüstung werden zur  Zeit  1340 Millarden ausgegeben). Deutschland beteiligt sich mit 700 Millionen daran (Rüstungsausgaben 46,8 Millarden im Jahr 2008). Seit dem letzten Versprechen hat sich in der Tat schon einiges getan: Die Zahl der Hungernden hat sich enorm vervielfacht. Die Fernsehnationen der Wohlhabenden können sich beruhigt zurücklehnen in der Gewissheit, dass Ihre Finanzwelt, Regierungs- und Religionsvertreter doch noch menschliche Züge haben und trotzdem klug genug sind es bei Lippenbekenntnissen und unverbindlichen Apellen zu belassen und dabei nicht vergessen wie viele notleidenden Bänker es in der eigenen Heimat gibt. Allerdings gibt es Stimmen, die sich kritisch zu den viel zu hohen Ausgaben für Entwicklungshilfe äußern.

Jedenfalls haben die Nachrichten mal wieder deutlich gemacht, dass wir Deutschen und Christen auf der guten Seite stehen. Dies wurde unterstrichen durch die Tatsache welch anstößiges Benehmen ein Vertreter der islamischen Fakultät an den Tag legte.

Welternährungsgipfel

500 hübsche Italienerinnen für Gaddafi gesucht (Nachrichten in Die Welt)

(38)

16. November 2009, 08:27 Uhr

Während des Welternährungsgipfels der Vereinten Nationen, der heute in Rom beginnt, hat Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi ein abendliches Kontrastprogramm ganz nach seinem Geschmack angeordnet. Für insgesamt drei Gala-Abende suchte eine Agentur insgesamt 500 "hübsche Mädchen aus ganz Italien".(Die Welt)

Darüber kann man ruhig mal die Augen darüber verschließen dass unser Wohlstand zum Großteil darauf basiert, dass wir die Bodenschätze der Ärmsten für unser Wirtschaftswachstum ausplündern, Nutznießer billiger Arbeitskräfte sind und sie in Abhängigkeit halten. Dass die Wurzel davon im Missionseifer unserer  Kultur liegt, die zahlreiche Völker und Kulturen vernichtet hat (z.B. Indianer, Indios, Aboridginis, MaorisAfrikaner usw.). Dass unser Energieverbrauch, der für Klimawandel und Verwüstung großer Teile der Erde mitverantwortlich ist, in großem Ausmaß dazu dient dass wir überflüssiges Verpackungsmaterial und Müll produzieren und uns die Freiheit gibt zu Tausenden nach Malorca einzufallen um uns dort mit Bier und Fernseh abzufüllen.

Ist das Freiheit und Friedensfördernd?

von Gerhard - veröffentlicht in: Politik - Community: Lebensalltag
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