Samstag, 14. februar 2009
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Vom 6.2.- 8.2.2009 fand in München eine Friedenskonferenz als Gegenbewegung zur NATO Sicherheitskonferenz statt, mit den Referenten Jakob von Uexküll, Stockholm,
Begründer des alternativen Friedensnbelpreis und World Futre Council, sowie Dr. Mary-Wynne Ashford, Ärztin, Autorin und Associate Professor an der University of Victoria, Kanada, Ex-Präsidentin der
IPPNW und Professor Werner Ruf, lehrte Politik an der Uni Kassel, Friedensforscher. Als Moderator Hans Christoph von Sponeck, ehem. UNO-Koordinator für den Irak.
Ferner gab es ein Diskussionsforum mit den Referenten und eines mit geladenen Vertretern der SPD, FDP, der Grünen und der Linken.
Einige Punkte waren für mich besonders bemerkenswert.
1. Fast alle waren sich einig in der Einschätzung, dass die noch größeren Kriegsgefahren, als es der Nahostkrieg und die Problematik in Irak und Afganistan zur Zeit sind, unmittelbar vor der Tür
stehen und hervorgerufen werden durch den Klimawandel, der schon jetzt Teile in der Welt, unbewohnbar machen durch Wassermangel und zu Flüchtlingsbewegungen führen. Insider wissen, das die Miltärs
der reichen Nationen gerade jetzt aufrüsten mit Hinsicht auf die Eroberung und Verteidigung von Wasserressourcen und Abwehr von Flüchtlingen. Für Europa wird ein sehr großer Flüchtlingsansturm aus
Nordafrika erwartet, der die jetzigen Probleme weit in den Schatten stellen.
2. Interessant war auch die Weltkartendarstellung, die zeigte, dass besonders die Regionen der Welt besonders hart von der Klimawandlung betroffen sind, die zu den ärmeren rechnen und gerade nicht
soviel zur Umweltverschmutzung beitragen.
3. Hoffnungsvoll waren unabhängige Statistiken, die aufzeigten, dass die Arbeit der zivilen Friedensarbeit in der Vergangenheit positive Früchte hervorgebracht hat, die zur Verringerung von
Konfliktherden geführt hat.
4. Es gab viele Diskussionsbeiträge, die aufbauend, inspirierend , weiterführend und sachlich waren und so die rein polemischen und polarisierenden, ehr destruktiven Beiträge, begrenzen
konnten.
5. Besonders beachtenswert fand ich die Feststellung von mehreren fachlich kompetenten und politsch aktiven Teilnehmern, dass die bisherigen Werte und Strukturen von Kapitalismus, Marktwirtschaft
und Kommunismus keine tragenden Impulse mehr für eine hoffnungsvollere und friedlichere Zukunft geben können und die Zeit für einen Neubau, für die Schaffung neuer Strukturen und
Zukunftsperspektiven reif ist, Sie selbst aber, trotz langjähriger Erfahrung und Auseinandersetzung noch ratlos vor dieser Anforderung stehen und auf der Suche nach neuen Impulsen
sind.
von Gerhard
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veröffentlicht in: Friedensbewegung
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